Crew auf Umwegen. Als die vierte Landebahn am Flughafen Frankfurt/Main eröffnet wurde, war der Jubel noch groß, doch bei einigen verebbte er schnell. Denn mit der Einweihung trat auch ein Nachtflugverbot in Kraft. Fünf Mal in der Woche muss Lufthansa Cargo jetzt vor 23 Uhr mit einer Frachtmaschine von Frankfurt nach Köln/Bonn fliegen und dort einige Stunden parken. Erst um 03:25 Uhr startet der Flieger dann von dort Richtung Fernost. Für Lufthansa Cargo bedeutet das eine logistische und kostenintensive Herausforderung. Denn die Crew, die nach Köln/Bonn mitfliegt, fährt anschließend mit einem Shuttle zurück. Frühmorgens kommt eine frische Crew für den Flug nach Fernost. Lufthansa Cargo hofft, dass die Entscheidung über das Nachtflugverbot vom Bundesverwaltungsgericht doch noch gekippt wird. MADE IN GERMANY-Reporterin Alexa Meyer hat die Crew nachts auf ihren Umwegen begleitet. Video Bewertung: 4 / 5
Die bayerische Spedition profitiert vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Die Geschäfte laufen so gut wie lange nicht mehr. Und auch neue Mitarbeiter sollen jetzt eingestellt werden. “Unsere Geschäfte gehen gut, weil die Geschäfte unserer Kunden prima laufen”, so Bernhard Simon, Chef von Dachser. Die Speditionsfirma mit Hauptsitz im allgäuischen Kempten profitiert vom Aufschwung, 2006 setzte Dachser 3,1 Milliarden Euro um. Weltweit arbeiten rund 15.000 Mitarbeiter für das Traditionsunternehmen. Und wegen der guten Konjunktur sollen es noch mehr werden: 1.000 neue Mitarbeiter will Dachser einstellen, davon 400 allein in Deutschland. Profitieren vom Wachstum soll auch der Standort Hamburg, wo auf 50.000 qm alles verladen und von dort zum Kunden transportiert wird, was “schön auf eine Palette passt”. MIG-Reporterin Mabel Gundlach fährt mit zu einem der Dachser-Kunden, nicht ohne sich vorher im Logistikzentrum umgesehen zu haben. Unser Thema in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt. Video Bewertung: 4 / 5
Deutschland steckt in der Krise: Die Wirtschaft lahmt, die Produktionszahlen sinken, fast überall verringert sich der Output. Davon unbeeindruckt gibt sich die Logistik-Branche in Hamburg. Weil sie mittelfristig neue Mitarbeiter braucht, sollen Schüler als potentielle Azubis angelockt werden.Alarmiert durch Prognosen über künftigen Nachwuchsmangel versuchen die Logistiker der Stadt Hamburg ein positives Bild zu vermitteln: die Krise, so die Botschaft, wird für die Dienstleister der Lieferbranche Ende 2009 überwunden sein. Und um die nächsten Monate zu überbrücken, können die im Boom angehäuften Aufträge jetzt abgearbeitet werden. Doch wie lockt die Branche am besten künftige Logistiker? Indem sie auf Jugendliche zugeht und sie zu einer Besichtigungstour einlädt: Etwa in die unbekannten Gefilde des Hamburger Flughafens, zur Verladung im Frachtbereich. Unser Reporter Holger Trzeczak ist mitgefahren, gemeinsam mit künftigen Azubis. Mitten im Herzen der Logistik fragen sie sich: Wo bitte geht es denn hier zur Krise? Video Bewertung: 4 / 5